Von Michael Reuter


Dass nur 31 von 185 Mitgliedern zur Versammlung ins Gemeindehaus Ingenheim gekommen waren, vermochte sich der über die Resonanz sichtlich enttäuschte Gemeindeverbandsvorsitzende Manfred Mühlan nur mit Urlaub oder anderweitigen Verpflichtungen zu erklären. Es gab für Andreas Eberle 29 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und einem Nein.CDU-Kreisvorsitzender Marcus Ehrgott und der später eintreffende Landrat Dietmar Seefeldt (CDU) zeigten sich erfreut, dass die Christdemokraten wieder einen Bewerber stellen. Seefeldt erinnerte an die Zeit vor acht Jahren, als er selbst für den Chefsessel in Landau-Land kandidierte. Der Offenbacher unterlag damals Torsten Blank (SPD), setzte sich aber bei der Landratswahl im vergangenen Jahr gegen eben diesen Konkurrenten durch. Die CDU Landau-Land rief der Kreischef dazu auf, geschlossen aufzutreten, denn die CDU habe in der Vergangenheit schon die eine oder andere Wahl verloren, weil sie keine Einheit gewesen sei.

Bei seiner Bewerbungsrede präsentierte sich Andreas Eberle selbstbewusst, dynamisch und authentisch. Zwar könne er eine gewisse Aufgeregtheit nicht verhehlen, er fühle sich aber von den Verantwortlichen der CDU Landau-Land von den ersten Gesprächen an sehr gut angenommen. Als eine wichtige Herausforderung bezeichnete der 33-Jährige, früher bei den Fußballern, Wehrleuten, Schützen und auf dem Tennisplatz aktiv, einen nachhaltigen und effizienten Haushalt.

Die Kommunen müssten wieder mehr finanzielle Unterstützung vom Land bekommen. Es gehe darum, den Gemeinden ihre Spielräume wieder zu erweitern. Das Feuerwehrkonzept der Verbandsgemeinde sei zwar in Ordnung, aber es könne nicht sein, dass es bei der Ersatzbeschaffung für ein defektes Notstromaggregat zu lange dauere. Nachholbedarf sieht Eberle beim Tourismus. Der Breitbandausbau müsse weiterhin forciert werden, im Interesse der Gewerbetreibenden aber auch der Privatleute.

Als Fachangestellter der Arbeitsverwaltung verfüge er über fundierte Verwaltungskenntnisse, sagte der Wörther, der im gehobenen Dienst beschäftigt ist. Er sei für 20 Leute und für ein Jahresbudget von 18 Millionen Euro zuständig, inzwischen 16 Jahre bei der Bundesbehörde. „Ein Parteibuch sollte kein Kriterium für ein Bürgermeisteramt sein“, betonte Eberle mit dem Hinweis darauf, dass er nicht Mitglied der CDU oder Jungen Union sei. Die Fähigkeit zur Moderation und Gestaltungskraft seien entscheidend.

Förderung des Ehrenamts und des Vereinslebens, Anerkennung der Leistung der älteren Mitbürger, Familienfreundlichkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mobilität, nachhaltige Umwelt- und Energiepolitik, attraktive Dorfzentren, Bürgerbeteiligung, Verkehrsentlastung, Unterstützung des Gewerbes – das alles sind weitere Punkte seines Programms. Er wolle alles dafür tun, der Abwanderung aus dem ländlichen Raum vorzubeugen.

Quelle:http://epaper.rheinpfalz.de/EPa…/PHP-Files/archivedpages.php

 

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